KW 1/2010: 35,42 km
KW 2/2010: 25,94 km
KW 3/2010: 64,30 km
KW 4/2020: 30,04 km
KW 5/2010: 43,47 km
Die Wochen-Kilometer zeigen, dass von regelmäßigem Laufen in diesem Jahr bisher kaum die Rede sein konnte. Zu unwägbar die äußeren Bedingungen. Von “geht problemlos” bis “geht garnicht” war alles vertreten, wobei das “geht problemlos” eindeutig am seltensten anzutreffen war. So wurde gelaufen, wenn es “gerade so” ging und ich damit rechnen konnte, ohne körperliche Schäden wieder nach Hause zu kommen. Selten genug.
Eine Folge davon war, dass die 30 km in der 4. KW in EINEM Lauf absolviert wurden. Quasi “aus dem Stand”, mit einer kompletten Woche Laufpause vorher. Das und die Verbindung mit eis- und schneebedecktem Boden erbrachten einerseits einen wüsten Muskelkater in den Waden, andererseits die Verwunderung, so eine Distanz unter diesen Bedingungen überhaupt durchzustehen. Hmmm …
Zur Belohnung gab es letzte Woche – nach weiteren drei Tagen Zwangspause einen wunderschönen Frühlingslauf mit 10 °C und gestern bei fast idealen Bedingungen den letzten Lauf der Winterlaufserie. Erst am Samstagabend kurzentschlossen doch die Tasche gepackt, wohl wissend, dass tempomäßig reichlich wenig zu erwarten ist. Die 20er-Strecke ist sicher die unbeliebteste der ungeliebten Winterlaufstrecke, muss der Kurs doch zweimal komplett durchlaufen werden. Ein Phänomen übrigens: Niemand scheint die Strecke wirklich zu mögen, trotzdem tummelten sich wieder zwischen über 1100 (beim 10er), fast 700 (beim schnee- und eisbedeckten 15er) und gestern nochmal über 700 Läufer, die zum Teil weite Anreisen auf sich nehmen. Läufer sind schon ein (manchmal) merkwürdiges Volk. Auch der eine oder andere “Promi” verirrt sich nach Rheinzabern, so gestern der “Ironman” Norman Stadler, der auch glatt den 2. Platz belegte.
“Und so kam es, daß nicht wenige sich auf den ersten Kilometer voller Übermut und Lauflust austobten und dann am Ende dafür büßen mußten.” so schreibt Gabi Gründling auf www.laufticker.de über den gestigen Lauf. Nun – meine (natürlich wenigen) Sünden, die ich dieses Jahr angesammelt hatte, sind seit den gestrigen letzten 5 km sicherlich gebüßt. Ich konnte nicht bremsen – es lief einfach zu gut, wohl wissend, das ich das wahrscheinlich kaum durchhalten würde. “Wirklich unzufriedene Gesichter sah man aber nicht, wahrscheinlich hatte das Vogelgezwitscher unterwegs die Läuferseelen zusätzlich frühlingshaft milde gestimmt.” (nochmal Gabi Gründling). Und so war es denn auch. Die knapp über 1:48 lagen im Bereich der Möglicheiten und so war alles gut.
Wie geht es weiter? Hoffentlich “nach Plan” und regelmäßig. Die Laufwege sind endlich wieder schnee- und eisfrei, aber die Temperaturen gehen schon wieder deutlich in den Keller und die eine oder andere Schneeflocke wird wohl auch uns wieder erwischen. Der Winter hat uns noch im Griff …





