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Immer noch Winter?

KW 1/2010: 35,42 km
KW 2/2010: 25,94 km
KW 3/2010: 64,30 km
KW 4/2020: 30,04 km
KW 5/2010: 43,47 km

Die Wochen-Kilometer zeigen, dass von regelmäßigem Laufen in diesem Jahr bisher kaum die Rede sein konnte. Zu unwägbar die äußeren Bedingungen. Von “geht problemlos” bis “geht garnicht” war alles vertreten, wobei das “geht problemlos” eindeutig am seltensten anzutreffen war. So wurde gelaufen, wenn es “gerade so” ging und ich damit rechnen konnte, ohne körperliche Schäden wieder nach Hause zu kommen. Selten genug.

Eine Folge davon war, dass die 30 km in der 4. KW in EINEM Lauf absolviert wurden. Quasi “aus dem Stand”, mit einer kompletten Woche Laufpause vorher. Das und die Verbindung mit eis- und schneebedecktem Boden erbrachten einerseits einen wüsten Muskelkater in den Waden, andererseits die Verwunderung, so eine Distanz unter diesen Bedingungen überhaupt durchzustehen. Hmmm …

Zur Belohnung gab es letzte Woche – nach weiteren drei Tagen Zwangspause einen wunderschönen Frühlingslauf mit 10 °C und gestern bei fast idealen Bedingungen den letzten Lauf der Winterlaufserie. Erst am Samstagabend kurzentschlossen doch die Tasche gepackt, wohl wissend, dass tempomäßig reichlich wenig zu erwarten ist. Die 20er-Strecke ist sicher die unbeliebteste der ungeliebten Winterlaufstrecke, muss der Kurs doch zweimal komplett durchlaufen werden. Ein Phänomen übrigens: Niemand scheint die Strecke wirklich zu mögen, trotzdem tummelten sich wieder zwischen über 1100 (beim 10er), fast 700 (beim schnee- und eisbedeckten 15er) und gestern nochmal über 700 Läufer, die zum Teil weite Anreisen auf sich nehmen. Läufer sind schon ein (manchmal) merkwürdiges Volk. Auch der eine oder andere “Promi” verirrt sich nach Rheinzabern, so gestern der “Ironman” Norman Stadler, der auch glatt den 2. Platz belegte.

“Und so kam es, daß nicht wenige sich auf den ersten Kilometer voller Übermut und Lauflust austobten und dann am Ende dafür büßen mußten.” so schreibt Gabi Gründling auf www.laufticker.de über den gestigen Lauf. Nun – meine (natürlich wenigen) Sünden, die ich dieses Jahr angesammelt hatte, sind seit den gestrigen letzten 5 km sicherlich gebüßt. Ich konnte nicht bremsen – es lief einfach zu gut, wohl wissend, das ich das wahrscheinlich kaum durchhalten würde. “Wirklich unzufriedene Gesichter sah man aber nicht, wahrscheinlich hatte das Vogelgezwitscher unterwegs die Läuferseelen zusätzlich frühlingshaft milde gestimmt.” (nochmal Gabi Gründling). Und so war es denn auch. Die knapp über 1:48 lagen im Bereich der Möglicheiten und so war alles gut.

Wie geht es weiter? Hoffentlich “nach Plan” und regelmäßig. Die Laufwege sind endlich wieder schnee- und eisfrei, aber die Temperaturen gehen schon wieder deutlich in den Keller und die eine oder andere Schneeflocke wird wohl auch uns wieder erwischen. Der Winter hat uns noch im Griff …

“Bei schönem Wetter kann jeder laufen …”

Jaja, der alte Spruch – schon klar. Ich laufe ja bei (fast) jedem Wetter. Und ich will ja nicht jammern. Es ist halt Winter. Und wir in unserer “warmen” Ecke haben es ja noch gut. Wenn ich dran denke was der Nordosten schon seit Wochen erdulden muss … na danke.

Die kommende Woche hat allerdings auch hier wieder einiges an winterlichen Umständen im Gepäck. So wie der heutige Morgen. Der brachte Eisregen auf gefrorenen Boden, später Schnee, Graupel und Regen abwechselnd. Das volle Programm mit allem, was einen langen Lauf so richtig angenehm macht. Fehlte nur noch der kalte Ostwind. Aber es muss halt sein. Zum Glück war der Niederschlag nie stark genug, um die Kleidung zu durchnässen. Wenigstens ein positiver Aspekt. 28 – 30 km standen für die Marathonis im Plan. Für den Rest hatten wir bei km 18 einen “Ausstiegspunkt” eingeplant. Trotz der schwierigen Bedingungen machten sich 16 Läuferbeine auf den Weg. Vorsichtig, testend – aber war trotz der Umstände gut zu laufen. Flaches Gelände, immer begleitet von diversen Niederschlägen. Langsam, gemütlich, fast langweilig. “Es” plätscherte so vor sich hin – richtig gesprächig war niemand, ein wenig schläfrig der ganze Lauf . Da geht es im Sommer doch ganz anders “zur Sache”.

Nachdem die “Aussteiger” weg waren, wurde das Tempo etwas erhöht und das Gelände wurde etwas hügeliger. Das allerdings ging direkt in die Beine, die langsam wieder kalt wurden. Das kenne ich ja schon. “Unspaßig”, die kalten Oberschenkel.

Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen hatte ich diese Woche mal wieder ein halbwegs normales Pensum an km geschafft und dazu endlich mit diversen Kräftigungs- und Stretching-Übungen begonnen. All das machte sich auf den letzten fünf Kilometern heftig bemerkbar. Aber ich hab’ mich durchgebissen, auch wenn am Ende 800 m zu den 28 km fehlten. Geschenkt.

Mal sehen, was die nächste Woche bringt. Es wird nichts übrig bleiben, als zu laufen, wann immer es die Bedingungen zulassen. Wer weiß, wann es wieder glatt wird. Also: Kilometer sammeln …

Die Laufwoche:
Di: 11,58 km
Mi: 7,4 km
Fr: 12,84 km
Sa: 5,6 km

So: 27,22 km
Gesamt: 64,30 km

Daisys Vermächtnis …

… oder: Die Entdeckung der Langsamkeit.

Da hat Daisy am letzten Wochenende nun auch unsere Ecke mit der weißen Pracht versorgt. Und zwar gründlich. Sicher – im Vergleich zu anderen Regionen lächerlich wenig, aber mit 10 – 15 cm innerhalb einer Nacht mehr als im gesamten letzten Winter. So war am Samstag statt Laufen erstmal Schneeräumen angesagt.

Sonntag sollte “eigentlich” in Rheinzabern, beim 15 km-Lauf der Winterlaufserie gestartet werden. Aber angesichts der Verhältnisse verzichtete ich auf die unsichere Anreise und versuchte zuhause mein Glück. Kaum aus dem Dorf raus, steckte ich direkt in kniehohen Schneewehen. Von Laufen keine Spur. Also wieder ins Dorf und mein Glück anderweitig versucht. Am Ende schaffte ich dann doch 11 km. Sehr mühsam und anstrengend.

Am Dienstag beim Gruppenlauf nochmal 12 km kreuz und quer durch die Stadt, immer auf der Suche nach geräumten Wegen, wobei die Suche nicht immer erfolgreich war. Am Donnerstag war ich dann endgültig von Wetter und Bedingungen so gefrustet, dass ich den Lauf kurzerhand absagte. Ich hatte keine Lust. Basta!

Gestern vormittag ein neuer Versuch. Es funktionierte so halbwegs. Überall dort, wo noch eine dünne Schneedecke obenauf lag, hatte man einigermaßen Halt. Aber es waren auch viele Stellen mit blankem Eis. Und auf diesem Untergrund läuft man langsam. Sehr langsam! Anstrengend ist es trotzdem.

Heute nun die Krönung: 5 °C auf dem Thermometer – aber halt: da fehlt doch was: der kleine Strich vor der Gradzahl war weg. Also tatsächlich 5 °C PLUS! Ich hatte in Gedanken schon wieder die “Wadenfreien” an, allein der Wind verhinderte das. Draußen ein übles Geläuf. Man hatte die Wahl zwischen 10 cm tiefem, sehr flüssigem Matsch, einer Eisschicht mit Matsch obendrauf oder tatsächlich freien Stellen. Dort allerdings floss das Schmelzwasser den Berg herunter. Nach zwei Minuten hatte ich klatschnasse Füße, nach 5 Minuten die 22 geplanten km abgehakt. Dass es die ganze Zeit regnete, war dabei noch das kleinere Übel. Nach 6 km und knapp 40 Minuten war ich wieder zuhause. Klatschnass. Zum Glück stand ohnehin eine “Regenerationswoche” auf dem Plan, wenngleich sicher nicht in diesem Umfang.

Jetzt habe ich die Hoffnung, dass das Tauwetter noch ein, zwei Tage anhält, dann sollte das Schlimmste vorbei und wieder ein ungehindertes Laufen möglich sein. Ich hoffe doch …

Drei Könige …

… ziehen heute wieder durch die Lande.

Ein weiterer Feiertag, dessen Wahrnehmung sich bei den meisten darauf beschränkt, dass sie frei haben, sofern in Baden-Württemberg, Bayern oder Sachsen-Anhalt wohnhaft. Noch vor einigen Jahren hätte ich heute ebenfalls einen zusätzlichen “Frei”-Tag geniessen können, da ich aber inzwischen auch wieder in der Pfalz meinen Lebensunterhalt verdiene, geht dieser Tag relativ unbeachtet an mir vorbei.

Die Drei Könige kommen hier ohnehin nicht mehr automatisch an jede Tür, wie ich das noch aus meinem (sehr katholischen) Heimatdorf kenne. Heutzutage muss man sie “bestellen”, damit sie Ihr Liedchen singen, die Sprüche sagen, die geheimnisvollen Buchstaben an die Haustür malen und natürlich auch ein Scherflein erwarten. “Für die armen Heidenkinder”, so lernten wir das früher. Aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zum Dreikönigstag. In Bayern wird der ja gerne dazu benutzt, um auf politischer Ebene den “Gegner” richtig runter zu machen und gleichzeitig darzustellen, wie glorreich man selbst ist. Schulter- und Schenkelkopfen sind eines, es wird gesoffen und gepöbelt und das an so einem heiligen Tag? Scheinheilig trifft wohl eher den Punkt. Wie so oft, wenn Politik oder Kirche im Spiel sind …

Aber es ist ja nun nicht so, dass hier keine Heerscharen unterwegs wären. Nutzen doch die Nachbarn aus dem nahen badischen “Ausland” diesen Tag, um die Pfälzer Lande zu überfluten. Schon wieder auf der Suche nach Schnäppchen, Billigem und Günstigem. Es wird gekauft, als gäbe es kein Morgen und das, nachdem der weihnachtliche Kaufrausch gerade vorbei ist. Findet sich dann noch ein billiges Mittagessen (hier werden gerne typisch pfälzische Gerichte genommen), ist der Tag gerettet und man zieht zufrieden und vollbepackt wieder über den Rhein. Nicht dass ich etwas dagegen hätte. Ganz im Gegenteil. So ist dieser Tag auch für die Pfälzer durchaus ein Feiertag. Die Geschäfte richten sich ein, locken mit Angeboten, die Gaststätten haben das Personal aufgestockt und man bemüht sich rundum um die Gäste. Als Pfälzer sollte man nur eines beachten: “Halte dich von den Innenstädten fern!” So werde auf jeden Fall ICH das halten.

Dann doch lieber noch ein kleines Entspannungsläufchen? Gestern habe ich mich – trotz schauriger Kälte – doch aufraffen können und es war gut so. Lockere, langsame 10 km in der Gruppe und nachdem die Hände dann endlich auch auf Temperatur kamen, war es gar nicht mehr so schlimm. Geht doch.

Im übrigen habe ich mal den zweiten Nagel (nach dem Weinstrassenmarathon) in die Wand gehauen und mich hier angemeldet.
Der Berg ruft – dieses Jahr wohl besonders oft.

Hollereidudeldiöööhhhhhhh …

“Bei dem Wetter …

… läufst Du aber nicht – oder?”

So die Frage eines Bekannten heute vormittag. Das “Wetter” beschränkt sich im Moment auf Kälte. Ansonsten ist nix groß mit “Wetter”. Hauptsächlich grau, manchmal ein seltener Sonnenstrahl, ab und zu eine verzweifelte Schneeflocke auf der Suche nach Artgenossen. Schnee? Doch haben wir. Ca. 50 cm. Allerdings fleckenweise nebeneinander! Da hat sich unsere Ecke mal wieder erfolgreich der allgemeinen Schneelage verweigert. Am Wochenende soll es ja viel Schnee geben. Hoffentlich wieder anderswo.

Aber zurück zur Frage. Nach dem zweiten langen Kältelauf am vergangenen Samstag über 25 km hatte ich die folgenden Tage wieder einigermaßen “dicke” Oberschenkel. So sehr, dass ich auf den schnellen 7,2 km Dreikönigslauf am Sonntag verzichtet und stattdessen einen gemütlichen 9 km-Erholungslauf vorgezogen habe. Diese langen Läufe in der Kälte gehen mir wohl besonders in die Beine. Am Sonntag ist der 15er der Winterlaufserie. Den wollte ich eigentlich etwas “zügig” absolviern. Das kann ja heiter werden.

Tatsächlich muss ich im Moment sehr mit mit kämpfen, bei dieser Kälte raus zu gehen. Vor allem abends nach der Arbeit, im dunkeln. Bin ich dann mal unterwegs, ist es einigermaßen ok, solange der Lauf nicht zu lange wird. Sonst wirds irgendwann wieder kalt.

Aber hilft ja alles nix. Kilometersammeln ist angesagt. Mitte April ist Marathon und bis dahin muss gelaufen werden. Regelmäßig und planmäßig.

Ansonsten habe ich mir mal einige Läufe herausgepickt, die sich – neben den üblichen Verdächtigen – ganz interessant anhören:

  • 27.03.2010 Rockie-Mountain-Lauf. Ein “andererer” Lauf auf den Donnersberg. Bergtraining für die Weinstraße.
  • 02.05.2010 Laufladen-HM Kaiserslautern. Nicht ganz flach, viel Wald, asphaltiert.
  • 09.05.2010 Schluchsee-Lauf. 18,4 km. Einmal um den See. Relativ weite Anreise.
  • 22.08.2010 Nürburgring-Lauf. Nordschleife! 24,4 km, 500 Höhenmeter. Nicht ganz einfach. Ebenfalls weite Anreise.
  • 12.09.2010 Nibelungenlauf Worms. 2008 getestet und für gut befunden. Schöne Strecke, gute Organisation.
  • 10.10.2010 Schwarzwald-Marathon. Derzeitiger Favorit für den Herbstmarathon. 80 % befestige Waldwege, 20 % Asphalt. Eindeutig mehr Landschaft als Stadt und mehr Ruhe als Halligalli.

Mal sehen, was daraus wird.

Eine Bilanz für 2009 muss natürlich auch sein:
189 Läufe absolviert (2008: 219)
2541,56 km zurückgelegt (2008: 2749,49)
261:17 Stunden laufend unterwegs gewesen (2008: 282:09)
Durchnittlich 13,45 km pro Lauf zurückgelegt (2008: 12,55)
Durchnittstempo: 6:09 min/km (2008: 6:15 min/km)
2 Paar Laufschuhe gekauft.

1 Marathon durchgelaufen (und einigermaßen zufrieden), 1 abgebrochen.
5 Halbmarathons
1 15 km-Wettkampf
4 10 km-Wettkämpfe
4 Sonstige (kürzere) Wettkämpfe.

Also weniger Läufe, weniger Gesamtstunden, dafür die Läufe länger und schneller.

Startschuss!

In jedem Ende wohnt auch ein Anfang!

So kommt es, dass kurz vor Jahresende, nämlich heute, der Beginn des 16-wöchigen Trainingsplanes für den Weinstrassen-Marathon liegt. Das dieser Plan heute gleich mal mit einem Ruhetag beginnt, ist ja mal nicht schlecht, dass die gesamte erste Woche allerdings eher ruhig und garnicht nach Plan verlaufen wird, ist eher sub-optimal.

Pünktlich über Weihnachten erwischte mich mal wieder die gemeine südpfälzische Rüsselpest – auch als Schnupfen bekannt – und legte alles, was auch nur annähernd mit Laufen zu tun haben könnte auf Eis. Zum Glück blieb es dabei, die Bronchen bleiben hoffentlich weiterhin verschont und ich fühle mich deutlich auf dem Weg der Besserung. Wenn morgen mein Puls ok ist, werde ich einen kleinen Alibi-Testlauf wagen, damit ich wenigstens noch ein klein wenig Bewegung bekomme. Die ist dringend nötig nach diesen “Feier”-Tagen. Die gefühlten 10 cm mehr Bauchumfang müssen dringend wieder weg. Dabei waren es nicht mal die “großen” Mahlzeiten, die waren allesamt im Rahmen des normalen. Nein – die kleinen gemeinen Versuchungen: Lebkuchen, Dominosteine, Weihnachtsgebäck, Kuchen, Schokoherzen, Marzipankartoffeln – schon beim bloßen Drandenken spannt der Hosenbund.

Das erste große Ziel für 2010 steht also fest. 18. April: Weinstrassen-Marathon. Der Herbst-Marathon ist noch in Planung und zwischendrin gibt es jede Menge Läufe in ganz Süddeutschland, die ich gerne mal laufen würde. Mal sehen, wie ich das alles unterkriege.

Also wird das Marathontraining erst im nächsten Jahr richtig losgehen. Dann allerdings gleich mit einem kleinen Tempolauf. Am 3. Januar hat es hier um die Ecke einen Dreikönigslauf. 7,2 km. Kurz und knackig. Gut zur Einstimmung auf das neue Laufjahr.

Ich hatte von meinem kranken Forerunner berichtet. So gings weiter: Bei Garmin eine Reparatur-Nummer erhalten. Montags eingeschickt. Mittwochs eine freundliche Mail, dass er gut angekommen sei. Freitags ein Päckchen in der Post. Inhalt: Ein funkelnagelneuer Forerunner 205. Kosten: Keinen Cent. Und das zweieinhalb Jahre nach dem Kauf, also jenseits von allen Garantieansprüchen.
Das ist doch mal ein Service – oder?

Also: Wenn Ihr mal so ein Laufcomputer-Uhren-Dingsbums braucht:
KAUFT BEI GARMIN!
Die haben einen Spitzen-Service!

Friede auf Erden …

Seit 2000 Jahren ein frommer Wunsch.

Wie alle Jahre wieder wird er verhallen. Wohl gehört, aber unbeachtet.

Vor einiger Zeit hatte mal jemand ausgerechnet, wieviele Jahre Frieden es tatsächlich gab, ohne dass irgendwo in einem Winkel der Erde Kriegszustand herrschte. Es waren nicht viele. Dabei hätten wir es doch dringend nötig, alle Kräfte auf den Erhalt unserer Lebensgrundlage zu konzentrieren. Wir rennen sehenden Auges in die Katastrophe. Wir zerstören die Zukunft unserer Kinder und Enkel.

Rücksichtslosigkeit, Gier und Egoismus – das ist der Puls der Zeit.

Wir sollten alles dafür tun, uns nicht anstecken zu lassen.
Rücksichtnahme, Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft. Da wäre doch ein Anfang.

Ich wünsche Euch allen ein kleines Stück “Friede auf Erden”, Glück und Gesundheit.

Aber nein – nicht Weihnachten verpennt. Noch ist es nicht ganz soweit, aber “lang ist’s nimmer …”.

Verschont vom Geschenke-kauf-Stress und damit relativ entspannt ging die Vorweihnachtszeit vorbei. Lange nicht als solche empfunden, ob der Wärme und des Nichtvorhandenseins von “Winter”. Dafür hat “er” es uns am Wochenende ganz schön gegeben. Tief, tiefer am tiefsten ging es mit der Temperatur. Am Samstag habe ich bei -16 °C glatt das Laufen verweigert. Diese Kälte, jeder Windhauch nochmal gefühlte 10 °C weniger – nein. Dafür habe ich einfach nicht die Ausrüstung. Und die werde ich mir auch nicht kaufen. Die paar Tage, in denen es bei uns so kalt ist, werde ich halt verzichten. Thermounterwäsche, Langarmshirt, Fleece, Windstopper, das alles übereinander – wo ich mir schon schwer tue, eine lange Hose anzuziehen. Mehr als Kurzarmshirt und Jacke drüber mag ich nicht. Ok, vielleicht sogar mal ein Langarmshirt unter der Jacke. Aber das reicht bis – 5 °C locker aus.

Den Sonntagslauf hatten wir rechtzeitig in den windgeschützten Wald verlegt, und das war gut so. 12 °C minus waren es dann auch “nur”, als es losging. Schön langsam, gemächlich auf Touren kommen, das warm-werden dauerte länger als sonst, aber irgendwann war es doch soweit und es lief sich nicht unangenehm. Anfangs alleine, kamen die Sonntagsjogger trotz der Kälte nach und nach auf die Strecke und es war doch wieder einiges Läufervolk unterwegs. Respekt. 25 km sollten es werden. Alles gut soweit, nur ab km 20 kroch die Kälte in die Knochen. Das wäre der richtige Zeitpunkt zum Aufhören gewesen, aber wir konnten ja nicht mitten im Wald stehenbleiben. So wurden die letzten 5 km etwas unangenehm. Die Beine waren plötzlich recht steif und unwillig und es wurde – trotz Bewegung – immer frösteliger. Zuhause war mir elend kalt und es floss einiges an warmem Wasser aus der Dusche, bis ich meine Betriebs- und Wohlfühltemperatur wieder erreicht hatte.

Am Sonntag mittag dann ein stetiger Temperaturanstieg und schließlich begann es tatsächlich auch bei uns zu schneien. Es schneite und es schneite und schneite – und so waren dann auch die letzten grünen Flecken auf der Landkarte beseitigt. Gestern morgen musste dann natürlich eine ausführliche Schneewanderung her.
2 Stunden durch den Schnee stapfen bringt: einen gewaltigen Muskelkater heute!. Da gibt es im Oberschenkel wohl tatsächlich einige Muskeln, die durch das Laufen nicht allzu sehr beansprucht werden – durch das Schneestapfen dafür um so mehr. Hatte ich vorher nicht gewusst.

Trotzdem war es schön. Stille, die Natur in Watte. Reiner, blütenweisser Schnee. Mal ein kreisender Bussard, eine flüchtige Bewegung im Busch, jede Menge Tierspuren. Verschiedene, rätselhafte. Momente zum Geniesen.

Heute morgen dann: fast 8 °C + (ja: PLUS). Unglaublich. Es taut und tropft, das Wasser kann nicht abfliesen. Knöchelhoher Matsch überall. Inzwischen regnet es auch noch und die weiße Pracht ist weg. So schnell wie sie gekommen war. So haben wir auch dieses Jahr wieder “grüne” Weihnacht.

Macht mir ja nichts aus, aber ab und zu so ein Spaziergang im Schnee …

Aufgrund der Kälte hatten die Winzer in den letzten Nächten Eiswein geerntet, der ja nur aus Trauben hergestellt werden darf, die bei einer bestimmten Mindesttemperatur in gefrorenem Zustand gelesen werden. Was man allerdings mit gefrorenen Äpfeln anstellt, ist mir bis jetzt noch rätselhaft. Eis-Apelsaft?

Was geht?

Ha! Viel geht.

48:10. Für manchen Crack ein lockeres Warmlauftempo, für mich eine neue, unerwartete 10-km-Bestzeit.

Ein typischer Fall von “Kann-garnicht-sein” und nichts, garnichts sprach dafür. Zwar habe ich den 10er unter günstigen Bedingungen durchaus unter 50 Minuten “drin”, aber im Dezember, so jenseits von allem, was auch nur entfernt an strukturiertes, zielgerichtetes Training erinnern? Mehr als gemütliches Kilometersammeln ist im Moment nicht. OK – zwischendurch mal ein Volkslauf, bei dem es etwas schneller geht, aber kein wirkliches Tempotraining in den letzten Wochen. Dazu wurde es am Vorabend deutlich später als geplant und eine, zwei Stündchen Schlaf fehlten.

Pünktlich zum Beginn der Winterlaufserie wurde es dann auch in der Pfalz endlich Winter. In der Westpfalz, wo die Pfälzerwaldläufer und die Endbeschleuniger wohnen, hat es wohl mächtig geschneit, hier bei uns in der “Toscana” zum Glück nur wenige Alibi-Schneeflocken, aber es war deutlich kälter als zuletzt. Trotzdem die “wadenfreien”, nur oben herum noch ein Kurzarmshirt unter das lange.

Am Start wieder über 1100 Teilnehmer – bemerkenswert. Jeder meckert über die Strecke, und doch ist es jedes Jahr proppenvoll. Trotz breiter Straße also wieder der übliche Stau am Anfang. Der erste km – trotz Behinderungen – knapp über 5 Min. Das war schonmal nicht schlecht. Und nach zwei, drei Kilometern spürt der geübte Volksläufer, ob “was” geht. Und es ging, wie ich erstaunt, aber erfreut zur Kenntnis nahm. Die km-Zeiten problemlos unter 5 min/km, manchmal war es mir fast zu schnell.

Bei der 5 km-Marke, an der ein einsamer Rufer in der Wildnis steht und die aktuelle Laufzeit ansagt, bestens im Plan. Ok – unter 50 Minuten sollte also funktionieren. Aber wenn es schon mal läuft, warum nicht etwas wagen. Also weiter im Takt. Nicht nachlassen – ist ja nicht mehr weit. Beim Zieldurchlauf prangte dann tatsächlich eine 48:20 auf der Zeitanzeige. Wenn ich dann die 15 Sekunden Verzögerung bis zur Startlinie abziehe, könnte ich mich schon wieder ein wenig grämen, dass es keine 47er Zeit wurde. Aber nein. Die Zeit ist sensationell für mich.

Leider hat mich mein Forerunner – trotzdem er die ganze Nacht am Strom hing und künstlich beatmet wurde – dann doch 500 m vor dem Ziel schmählich im Stich gelassen. Der ging einfach aus. Tzzzz … kein Verlass auf die Technik.

Wie der Veranstalter aber auf eine Endzeit von 48:52 kommt, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Und das war nicht nur bei mir der Fall. War da irgendwas eingefroren? Wollte man die Streckenbestzeit-Prämien sparen und hat schon mal lange vor dem Startschuss auf “los” gedrückt? Ist mir egal. Ich bestehe auf meinen 48:05! Und die 47er krieg’ ich auch noch! Nächstes Jahr!

Und dem jungen Mann, der meinte, sich 50 Zentimeter vor dem Zielkanal noch schnell vorbeidrängeln zu müssen, kann ich prophezeien, dass das beim nächsten Mal nicht so glimpflich ausgehen wird (es ging hier um den 7xxten Platz)! Nicht zu fassen, manche Leute…

Viel passiert …

… in den letzten drei Wochen.

Schon wieder fast drei Wochen? Kinder, wie die Zeit vergeht. Mitte Dezember, Weihnachten droht und es ist immer noch viel zu warm. Auch heute wieder fast 10 Grad, als ich um 17:00 Uhr losgestiefelt bin.

Aber der Reihe nach. Ein anderes Auto musste her, nachdem der “alte” mit fast 200000 km nun doch gebrechlich wurde. Natürlich wieder ein Kombi, schwarz und zum ersten Mal ein Diesel. Erstaunlich, was aus den stinkenden Verkehrshindernissen von früher wurde. Schnell, sparsam und erstaunlich ruhig. Und es macht sich doch gut, wenn statt 9-10 Liter teures Superbenzin nun nur 5-6 Liter (zurzeit) billiges Diesel vernichtet werden. Und jetzt kommts: Seit 5 Jahren parke in in der Firma an der Hauptstraße. 5 Jahre ist nix passiert. Kaum habe ich den anderen Wagen – rumms – ist der Spiegel weg. Nicht zu fassen – oder? Wenigstens hat die Dame angehalten und sich geoutet.

Am Dienstag hatte mich mein Forerunner nicht mehr lieb. Nach zweieinhalb Jahren und vielen tausend Kilometern. Nix. Keinen Mucks mehr. Am Sonntag noch alles Palletti, am Dienstag mausetot. Nach stundenlangem Laden lief er dann doch wieder und nach einigen Tests scheint klar zu sein, dass es wohl am Akku liegt. Beim Garmin-Service ist er schon angemeldet und am Montag geht er auf die Reise. Am Sonntag brauche ich ihn noch für den Jahresabschluss-10-km-Lauf in Rheinzabern. Da möchte ich meine km-Zeiten im Blick haben. Mal sehen, was noch “geht” bzw. läuft …

Am letzten Samstag stand der Hasslocher Nikolauslauf auf dem Plan. Noch nie gelaufen, daher sehr neugierig. Drei Runden à sieben Kilometer, gleichzeitig gingen die 1-Runden-Läufer mit auf die Strecke. Unerwartet großer Andrang, daher Chaos bei der Anmeldung, Chaos am Start und mit Verspätung ging es bei kühlen Temperaturen auf die Piste. Ein unspektakulärer, flacher Streckenverlauf, eine sehr lange Gerade am Beginn der Runde, eine sehr tiefe, matschige Passage und sonst einfach ein schöner Waldlauf. Nach der ersten Runde wusste man, was kommt und man konnte sich einrichten. Ich war mal wieder als Frauenabschlepper unterwegs und die Dame absolvierte den “halben” nach langer Verletzungspause mit mir zusammen in 1:54:xx. Sehr schön. Eine HM-Novizin hatten wir auch dabei und auch sie lief prima durch und kam in 1:57 ins Ziel. Überhaupt ist unsere kleine, feine Laufgruppe in den letzten Monaten gewachsen. Letzte Woche waren wir tatsächlich zu Neunt unterwegs. Komisch – jetzt wo es Winter wird …

Ansonsten “läuft” es ganz passabel. Die Planungen für nächstes Jahr sind in vollem Gang und es gibt noch so viele Läufe, die wir nicht kennen.

Zum Schluss noch etwas aus der Abteilung “Exotische Tiere im Pfälzer Wald”.

Alpaka,
ein hübscher Bengel – oder?

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