Endlich macht der Sommer eine Pause. Vielmehr: er machte, denn heute, pünktlich am Freitag, wird es schon langsam wieder wochenendschön.
Es war kaum noch zu ertragen, diese Hitze. Ganz besonders schlimm im „Schlafgemach“ unter dem Dach. Da regte sich kein Lüftchen – trotz allseitig offener Fenster. Aber wenn kein Zug da ist, kann auch keiner durchziehen.
Zwei Frühmorgens-Läufe schaffte ich. Am Dienstag, 5:38 Uhr auf die Piste. Das übliche, um diese Zeit unglaublich laute Vogelgezwitscher (oder kommt einem das nur so vor?). Als ob jeder dem anderen erzählen müsste, was er nachts geträumt hat (träumen Vögel eigentlich? Von dicken Würmern oder frechen Katzen?). Schon wieder – oder immer noch – fast zwanzig Grad. Trotzdem scheint die Luft ein wenig „gelüftet“. Es atmet sich bestens. Der Duft der frisch gemähten Felder ringsum lässt fast etwas Wehmut aufkommen. Schon wieder so spät im Jahr? Tatsächlich – es geht „abwärts“. Aber bloß keine negativen Gedanken, dazu ist der Moment viel zu schön. Ein „normaler“, ruhiger Trainingslauf im Wohlfühltempo. Insgesamt gut getroffen, aber komischerweise sehr abweichende Kilometer-Zeiten. Als ob ich zwischenzeitlich ab und zu beim Laufen kurz weggenickt wäre. Vielleicht hab’ ich auch vor mich hingeträumt. Weniger von dicken Würmern, aber von frechen Katzen, das könnte schon sein … .
13,5 km.
Für den Mittwoch waren eigentlich die ersten Gewitter angekündigt, die dann doch bis in der Nacht auf sich warten liesen. Am frühen Donnerstag war der Regen erst mal vorbei und es war nur geringfügig frischer als am Dienstag. 5:45 Uhr. Gääähn.
2 x 4000 m sollten gelaufen werden. Marathontempo üben. Um diese Uhrzeit. Wie immer ein schwerfälliger Beginn (Morgenmuffel halt). Sobald aber die ersten schnellen Meter absolviert sind, läuft es fast von selbst. Keine Probleme mit dem Tempo, wenngleich ich froh bin für den einen Kilometer Trabpause dazwischen. Auch die zweiten 4 km schön gleichmäßig und beschwerdefrei. Der letzte Kilometer der gefühlt schwerste, aber auch der schnellste. Widerspricht sich das? Keine Ahnung. Es wäre auch bei langsamerem Tempo der schwerste gewesen. Und die Beschleunigung war eher unbewusst.
Auf den letzten Schritten bekam ich noch einige Tropfen ab und kaum zuhause, begann es wieder zu regnen. Ein schöner, leichter, aber gleichmäßiger Regen und endlich kommt die ersehnte Abkühlung. Schon nach dem Frühstück war es deutlich frischer als beim Laufen und das hielt den ganzen gestrigen Tag an. Alle Fenster auf, das ganze Haus gelüftet und gestern Abend waren es endlich wieder schlaftaugliche Temperaturen. Welch eine Wonne!
Nochmal 13,5 km.
Jetzt wird es langsam wieder schön. Es müsen ja keine 30 – 35 °C werden. 25 würden doch völlig reichen …
Heute ist Ruhetag, das bedeutet, dies Woche bleibt es bei vier Lauftagen.
So sind sie die Menschen:
Erst können sie es nicht erwarten, bis endlich der Sommer da ist, ist er dann wirklich angekommen, dann jammert die Menschheit (mich nicht ausgeschlossen !).
Ach ja, Läufer haben es da halt besonders schwer, immer das gleiche Theater !
Hier oben lässt es sich noch aushalten trotz des nicht gehabten Regens.
Ruhe dich gut aus, der nächste Marathon und die Vorbereitung darauf kommt bestimmt !
Vor einigen (vielen) Jahren waren wir öfters in Italien im Urlaub und immer, wenn wir den Wirt fragten, wie denn das Wetter wird, sagte er: „Warum fragt Ihr? Ihr könnt es nicht ändern, ich kann es nicht ändern, nehmen wir es, wie es kommt und machen das beste draus“. Recht hatte er.
Puh, zweimal in dieser Woche besonders früh raus und das auch noch bei anstrengendem Schlaf unter dem heißen Dach – das ist hart, aber Du bist härter;)
Der Wirt hat vollkommen Recht – aber ich stimme Dir trotzdem mit den ausreichenden 25 Grad zu;)
Und jetzt wünsch ich Dir noch ein schönes Woend, mit schönem Wetter und kühleren Nächten als Tagen ….
P.S. Vögel träumen bestimmt auch … der Mensch und die Katze träumen vom fliegen können und der Vogel vom sich entspannt aufs Sofa legen können, neben den dicken Regenwürmern natürlich;)