Der erste Crosslauf.
Kurz, knackig und kräftezehrend.
5200 m. 4 Runden auf einer 1300-m-Rundstrecke.
Da ich frühzeitig vor Ort war, nutzte ich die Zeit, um vor dem Start eine “Proberunde” zu laufen. Danach war ich überzeugt, das Crosslaufen ganz gewiss nicht meine Disziplin werden wird. “Wenn es nur danach geht, die Läufer schlimmstmöglichst einzusauen, dann muss ich das nicht haben”. Das und ähnliches ging mir durch den Kopf.
Im Angebot waren:
- relativ trockener, fester Untergrund
- nasse, tiefe Wiese
- einigermaßen fester Sand
- sehr tiefer, lockerer Sand in einem völlig aufgewühlten Abschnitt
- viele Wasserpfützen
- eine Schlammgrube mit richtig fiesem, knöcheltiefem Matsch und die Streckenführung so gewählt, dass es kein Entkommen gab.
Die Teilnehmerzahl bei den einzelnen Läufen lag so um die 100 und die ganze Angelegenheit war wesentlich entspannter als bei den Straßenwettkämpfen. Kein Gedränge am Start, lockeres Aufstellen, gemähliches Loszuckeln, was sicher auch damit zu tun hatte, dass die meisten Läufer die Crossläufe über Winter “just for fun” absolvieren. Das Feld zog sich schnell auseinander, man suchte sich den vermeintlich besten Weg, in der ersten Runde noch bemüht, nicht unbedingt in die größten Pfützen zu patschen. Jeder hatte so seinen speziellen Laufstil, teilweise rücksichtslos direkt mittendurch (das waren die “Profis”, die um den Sieg liefen), teilweise fast auf Zehenspitzen, um ja nicht allzu matschig zu werden. Das allerdings war vergebliche Mühe.
Die Lauferei ging direkt in die Beine und ich war heilfroh, dass ich meinen Dickkopf durchgesetzt hatte und wir erstmal “nur” die Mittelstrecke probierten. Die Kollegin wollte nämlich direkt für die Langstrecke (9100 m) melden. “Ach komm, das sind nichtmal 10 km”. Nee – nochmal drei Runden hätte ich wirklich nicht laufen wollen. In der letzten Runde musste ich sogar ein wenig abreisen lassen, aber ich hatte ja immerhin auch schon die Proberunde in den Beinen. Was die Anstrengung betraf, stand der Lauf dem einem 10er Straßenlauf in nichts nach.
Nach Erzählungen anderer Läufer und diversen Berichten war diese Strecke durchaus am oberen Ende der Schwierigkeits-Skala und nicht unbedingt repräsentativ für die anderen Cross-Strecken in der Gegend.
Fazit: Crosslauf hat “was” und es war – im Gegensatz zum ersten Eindruck – bestimmt nicht der letzte. Es ist eine gute – und lauftechnisch sicher auch sinnvolle – Abwechslung zu den Straßenläufen und ich möchte versuchen, ab und zu auch im wöchentlichen Training ein wenig “cross” einzubauen. Wenn auch ohne Schammlöcher.
Der nächste Lauf ist am 31. Januar – da sind wir doch wieder dabei …
Auf Bilder von den Schuhen verzichte ich, stattdessen ein Link zum Bericht auf laufreport.de:
So ein richtiger Crosslauf hat echt was. Das einzige was mich daran stört ist eigentlich die Sauerei.

Wenn ich mir die Bilder anschaue tun mir meine neuen Laufschuhe jetzt schon leid. Aber von der Koordination und der Kraft ist ein Crosslauf erste Sahne.
Man”n” kann halt nicht alles haben.
Ich bleibe erst mal auf dem Asphalt.
Ich wünsche Dir ein frohes Weihnachtsfest und hoffe das das Christkind nett zu Dir ist!
Ach, die Schuhe. Für die winterliche Matschzeit hatte ich extra ein paar fast ausgemusterte Treter vom Sommer aufbewahrt. Denen werde ich jetzt über Winter “den Rest” geben …
Ich wünsche ebenfalls frohe Weihnachten.
Bei Deiner Beschreibung und den Bildern fällt mir nur ein “Watt ne Sauerrei, aber bestimmt spaßig!”
Hey, du Matschläufer,
man hört gar nichts mehr von dir, geht es dir sonst gut, hast dich in letzter Zeit rar gemacht, alles im Lot ? Oder vielleicht zu viel Saumagen gefuttert ?
Alles Gute für dich im Jahr 2009, bleib’ gesund und läuferisch fit.
Die kalte Ostsee grüßt die Südpfalz !