Nochmal zum Rhein?
Na klar – aber diesmal „annerschrum“ (in umgekehrter Richtung). Man möchte ja mal was anderes sehen. Außerdem kommt auf diesem Wege die Abkürzung vom letzten Mal geich zu Beginn und wird selbstverständlich nicht abgekürzt. Schlaue Taktik.
In etwas anderer Besetzung – zwei unserer Damen begleiteten uns – ging es um 7:30 Uhr auf die Piste. Das Wetter war – anders. Und das ist noch milde ausgedrückt. Ein Temperatursturz um gefühlte 20 °C innerhalb der letzten beiden Tage machte die Frage „Jacke – ja oder nein?“ überflüssig. Die Frage war nur: „Welche Jacke?“. Kurze Tight – das geht, aber obenrum muss es warm sein. Außerdem regnete es. Zum Glück nur einmal: vom Beginn bis zum Schluss. Das sorgte für klare Verhältnisse. Bei einer Laufzeit von ca. dreieinhalb Stunden würde keine Faser trocken bleiben. Also war es eigentlich egal, welche Jacke man wählte – solange keine High-Tech-Superjacke zur Verfügung steht, würde es sehr nass werden. Und sowas gibt es in meinem Kleiderschrank definitiv nicht.
Beim Start war es ein leises Nieseln, welches uns die erste Hälfte des Weges begleitete. Leider wurde daraus dann ein ausgewachsener Regen und die letzten 10 km wurde es unangenehm. Aber wir hielten durch – was sollte uns auch übrig bleiben? Am Ende waren wir richtig ausgekühlt – sehr unangenehm. Mühsam die klatschnasse Kleidung abgestreift, trockene Sachen an und im Auto die Heizung auf volle Leistung. Und aus den Schuhen tropfte das Wasser …
Fazit: 34,61 km der besonderen Art. Solche Läufe lassen uns nicht vergessen, dass man nicht nur bei schönem Wetter laufen kann. Kurz vor Schluss bekundete uns ein Passant seine Hochachtung „Hut ab, Hut ab …“. Der Meinung bin ich auch.
Die langen Läufe zeigen Wirkung. Heute war – trotz der Umstände – der beste und lockerste der Ü-30-Läufe. Ich hoffe, dass ich nach dem Marathon dieses Niveau halten kann.
Diese Woche konnte ich endlich etwas fürs Tempo tun. Am Mittwoch – in großer Hitze – 4 schnelle 1000er und am Donnerstag einen 11-km-Tempolauf hinterher. Der Mittwoch war anstrengend, der Donnerstag ok.
Die Wochenbilanz zeigt bis heute ganz erstaunliche 90 km, was natürlich damit zusammenhängt, dass der Sonntagslauf von letzter Woche erst am Montag stattfand. Trotzdem erstaunlich, dass ich das Programm mit den beiden 34er und den zwei Tempo-Einheiten innerhalb sechs Tagen so gut verkraftet habe (zumindest bis heute abend). Mal sehen, was die Knochen morgen früh sagen …
Wow da hast du aber ein Pfund hineingelegt ! Toll, wie locker du die langen Läufe abspulst. Das lässt für den Marathon doch nur gutes vermuten!
Stolze Leistung. Ich konnte mir den langen lauf nach 15km nicht mehr weiter geben. Manchmal macht´s dann keinen Spaß mehr. Aber es flogen keine Pollen!
Ich schließe mich dem Passanten an „Hut ab!“
(und drück die Daumen das Du nicht zu ausgekühlt bist.)
@Martin: Ich bin sicher, der Marathon wird wieder alles andere als „locker“. Ich kenn’ mich schließlich …
@Gerd: Das war wieder eine reine Kopfsache. Die Strecke war einfach „dran“ – und richtig unangenehm wurde es ja erst später.
@pienznäschen: Meine sämtlichen Fingerspitzen waren fast gefühllos – bei den anderen übrigens auch. Aber unter der warmen Dusche gab sich das schnell wieder.