„Routiniert“ – ja genauso habe ich die knapp 32 km am Samstag abgelaufen. Sicher, ohne Zweifel und (fast) selbstverständlich. Der erste Kilometer in 6:38, die letzten drei unter 6:00 min/km. Nicht, dass ich nicht müde gewesen wäre, die Füße haben gebrannt, es war warm. Aber es waren noch Reserven vorhanden. Und dass ich am Sonntag vormittag gleich nochmal 10 km mit viel Spaß draufsetzen konnte (was so nicht geplant war) zeigt, dass die Beine „gut“ sein sollten. Die Sonntagnachmittägliche 8-km-Waldwanderung soll auch nicht unerwähnt bleiben, wenngleich ich dabei fleißig Kalorien und Kohlehydrate nachgefüllt habe. So war ich an zwei Tagen knapp 50 km auf den Beinen und den heutigen Ruhetag werde ich (und meine Beine) wirklich geniesen.
Im letzten Jahr habe ich mal gesagt, ich möchte irgendwann in der Lage sein, die 30 km genauso selbstverständlich laufen zu können wie zur (damaligen) Zeit die 20. Ohne große Gedanken an die Streckenlänge oder die lange Laufzeit. Im Moment fühle ich mich auf einem guten Weg dorthin.
„Routiniert“ ist aber auch immer zweischneidig. In zwei Wochen ist Marathon. „Marathon? Ach – schon …?“ Keine Aufregung, kein Flattern, keine Gedanken daran, kein Bangen „wie wird wohl das Wetter“ usw. Und so stelle ich mir die Frage: „Wirklich Routine oder selbstüberschätzender Leichtsinn?“ .
Trainingstechnisch sollte ich zufrieden sein. Die langen Läufe waren fast alle gut gelaufen (im wahrsten Sinne) und eine Verbesserung von Kondition und Sicherheit war mit jedem Lauf spürbar. Da ich diesen Marathon ohne große Zeitambitionen laufen möchte, sollte ich keine unüberwindbaren Probleme erwarten. Wie die Tagesform dann aussieht, wie sich das Wetter gestaltet … wer weiß das schon.
Wie auch immer – allzu viele Gedanken werde ich wohl nicht mehr daran verschwenden. Da lauf’ ich halt statt 32 einfach mal 42 km – na und?
;-)
Toll klingt das. Richtig zuversichtlich.
Ich denke aber auch, dass du zurecht so denkst, also kein Leichtsinn. Denn du hast deine Langen immer gut durchgezogen, dann wird der Marathon kein Problem sein.
Hallo Hannes.
Zuversichtlich, aber nicht leichtsinnig. So soll es sein.
Lieber Gerhard,
)
das ist ein tolle Gefühl – 30 Kilometer na und ?
Genieße es, Du hast es dir erlaufen, selbst erlaufen und nun darfst Du es auskosten … meinst Du nicht das noch ein ganz klein wenig Aufregung am Morgen des Marathons, kurz vor der Startline auf Dich warten wird? Ich glaub schon und solange die dann da ist, ist es kein Leichtsinn (und wenn irgendwann mal die nicht mehr da ist, dann ist es wirkliche Routine und auch kein Leichtsinn
@Pienznäschen
Oh – keine Sorge. Ich werde wie immer vor dem Marathon schlecht schlafen, in den zwei Stunden vor dem Start achtmal Mal aufs Örtchen müssen, fünfmal die Schuhe binden, allerlei unnötige Dinge tun und so gehört sich das auch. Noch ist es etwas Besonderes, einen Marathon zu laufen und so gesehen hoffe ich, dass das – bei aller Routine – noch lange so bleibt. Aber dass das Lampenfieber erst kurz vor dem Start kommt, ist auch ok und doch ein wenig Routine.
So ähnlich geht es mir auch : Was am WE ist Marathon? Ach so, na dann lauf ich eben wieder 42km. Ich glaube man verliert langsam den Respekt vor der Strecke. Hoffentlich bekomme ich nicht die Rechnung am Sonntag präsentiert!
@Martin
Nein – den Respekt vor der Strecke verlieren wir nicht. Du bist ja jetzt am Sonntag schon „dran“. Es wird wohl wieder warm in Mainz. Ich drück’ die Daumen.
Die perfekten Voraussetzungen für einen perfekten Lauf!
Und 30km so selbstverständlich zu Laufen wie 20km ist einfach eine Frage der zurückgelegten Trainingskilometern. Und da gibt es ja wohl keine Probleme.
Ja Gerd – da lass’ ich mich mal überraschen, wie sich die langen Läufe in Verbindung mit „gemütlich laufen“ beim Marathon auswirken.