Nö!
Sehr verdächtig. „Du nimmst das wohl nicht sonderlich ernst – hä?“ meint da eine Stimme in mir. Och – eigentlich schon, aber soll ich jedesmal den „Hasch-mich“ kriegen und mein Leben auf den Kopf stellen, nur weil so ein blöder Marathon vor der Tür steht? Definitiv nein! Andere Leute laufen 50, 70, 100 km und jammern auch nicht vorher rum (oder höchstens ein klein wenig). Also: Aufregend wirds noch früh genug und bis dahin überlege ich mir mal, was ich beim Packen so alles vergessen haben könnte. Da ging nämlich viel zu glatt heute mittag …
Nachdem ich gestern nochmal ein wenig auf der Webseite des Münster-Marathons gestöbert hatte, klärte sich auch ein Missverständnis meinerseits auf. Ich hatte den Streckenverlauf ja schon gesehen, habe aber – warum auch immer – die Laufrichtung nicht auf die Reihe gekriegt. Ich dachte, nach dem Start geht es ca. 10 km kreuz und quer durch die Münsteraner Innenstadt, dann die große Schleife über Land und relativ direkt wieder zum Ziel. Hmmmm – es ist halt genau umgekehrt. Zuerst über Land und dann am Schluss 10 km durch die Stadt. Ist ja aber eigentlich klar. Bis dahin sind die Münsteraner aufgewacht, haben gefrühstückt und stehen an der Strecke und machen Lärm. Gefällt mir garnicht, der Gedanke, mit müden Beinen noch eine Stunde durch die Stadt zu eiern.
Naja – es heißt ja immer, die Zuschauer „tragen“ die Läufer ins Ziel. Wenn ich dann endgültig müde bin (so ab km 32,8), schnappe ich mir vier kräftige Zuschauer und die sollen mich dann gefälligst mal tragen. Aber flott bitte!
War noch was? Ich glaube nicht. Und wenn, wird mir das irgendwann heute Nacht einfallen, aber das schreibe ich dann nicht mehr.
So – ich bin dann mal weg. Um 9:02 geht der Zug.
Lass Dich flott tragen
und genieße es
Ich hoffe die Münsteraner haben gut gefrühstückt, sollten sie Dich wirklich durch die Innenstadt tragen müssen.
Aber ich bin mir sicher, dass wird ein gutes Lauf werden. Da brauchst Du niemanden zum Tragen!