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Lange Läufe – das Salz in der Suppe der Marathonvorbereitung.

An sich schon eine Herausforderung, die Umfänge auf 30 und mehr Kilometer zu steigern. 3 bis 4 Stunden langsames Laufen – das ist viel Zeit. Was könnte man da alles erledigen?

Eine Begleitung (oft eine ganze Gruppe) bei solchen Läufen ist eine Erleichterung. Man ist nicht alleine, hat Unterhaltung, Unterstützung wenn’s schwierig wird und auch jemanden, der im Notfall Hilfe leisten kann. Das Tempo ist langsam genug für Gespräche, viel „Geschnatter“, oft aber läuft man einfach stumm nebeneinander her (vor allem zu früher Stunde).

Die Vorlieben sind auch hier verschieden. Manche wollen oder können nicht alleine laufen, andere suchen die Einsamkeit. Ich manchmal auch.

Lange Solo-Läufe sind eine Aufgabe, der ich mich bewusst und gerne stelle. Solche Läufe werden mit dem Kopf gelaufen. Die mentale Vorbereitung ist unverzichtbar. Man muss sich bewusst damit auseinandersetzen (noch viel mehr beim Marathon) und wenn die Länge des Laufes mal „gespeichert“ ist, wird kaum der Fall eintreten, dass man nach 20 Kilometern ans aufhören denkt (von gravierenden körperlichen Beschwerden mal abgesehen). Das langsame, gleichmäßige Tempo beruhigt, trotz körperlicher Betätigung fühlt man sich leicht. Der Geist entspannt und irgendwann beginnen die Gedanken zu fliegen. Man denkt über dies und jenes nach, wälzt Probleme, sucht (und findet) Lösungen. Der Kopf ist weit weg, die Füße laufen einfach. Sie kennen den Weg, festgetackert im Unterbewusstsein. Man läuft, man schwebt – Kilometer für Kilometer in fast identischem Tempo – alles fließt …

Irgendwann werden die Beine schwerer, das Laufen erfordert wieder Aufmerksamkeit. Müde – es wird anstrengend. Der Tacho nähert sich der 30 km-Marke. Wirklich noch diesen Hügel hoch? Die Beine stöhnen aber der Kopf sagt: „Yes – we can“. We can – was denn sonst?  „In der Ruhe liegt die Kraft“. Das Zen des Laufens?

33 km alleine mit mir selbst. Kostet viel Körner, macht so müde, gibt aber auch unendlich viel mentale Kraft. „Du kannst es – du schaffst es – kein Zögern – mutig nach vorne“.

Auch wenn ich weiß, dass wieder schlechtere Tage kommen: Solche Läufe machen viel Schweiß, Anstrengung, Mühsal und auch Rückschläge wett und für solche Momente lohnt sich jede Anstrengung.

Alles ist gut …

Nein – falsch.
Alles ist BESTENS!

Nach einem erkältungsbedingt holprig-müden Start ins Laufjahr entwickelt es sich geradezu prächtig.
Dazu trägt natürlich der derzeitige Wetterverlauf bei. Bei +10 °C  und Sonnenschein läuft es sich halt deutlich besser (und lieber) als bei -5 °C und feucht-kaltem Nebelwetter. Meine „Winter-Schnee-Schuhe“ waren gerade 4 mal im Einsatz. Auch wenn es heute nochmal einen kleinen Wintereinbruch gab, tut das der „Frühlingslaune“ keinen Abbruch.

Läuferisch bin ich voll im (Trainings)-Plan, der „Trollinger“ winkt schon aus der Ferne, gestern wurde der erste 30er für dieses Jahr absolviert und auch einige vorsichtige Tempoläufe sind prima gelaufen. Weiter so bitte.

Vor dem Trollinger stehen einige „Events“ auf dem Programm, auf die ich mich extrem freue: Der „halbe“ beim Bienwaldmarathon, wo ich gerne eine gute HM-Zeit probieren würde (aber nicht muss), der zweite „Rockie-Mountain-Lauf“ von Rockenhausen auf den Donnersberg-Gipfel und der Römerlauf in Eisenberg. 25 km Berg und Tal als Härtetest für den Trollinger-Marathon.

Seit Anfang des Jahres habe ich einen (Lauf)-Schützling. Auch das entwickelt sich prächtig. So habe ich zwei zusätzliche langsame Erholungs-Läufe, gerade recht um die müden Beine auszuschütteln …

Don’t look back?

Ach was – natürlich gibt es eine Statistik.

Wenn man schon das ganze Jahr die Zahlen sammelt, möchte man(n) auch mal damit spielen! Obwohl die Statistik nur das auswirft, was ohnehin auf der Hand lag: Zwar einige Läufe mehr, aber deutlich weniger Gesamt-km, weniger Stunden unterwegs, im Schnitt kürzere Läufe und auch langsamer als im Vorjahr. Das hatte zwei ganz eindeutige Gründe: „nur “ ein Marathon und ein tiefes Müdigkeits-Loch den Sommer über. Also keine Überraschungen.

Hier die Zahlen für 2010:
197 Läufe (Vorjahr 189)
Gesamt-km: 2355 (2541)
Gesamt-Zeit: 243 Std. (261)
Ø Pace: 6:13 min/km (6:09)
Ø Lauflänge: 11,95 km (13,45)

Bezüglich der aktuellen Laufsituation habe ich mich für den Moment gegen ein Studio-Laufband entschieden. Stattdessen habe ich mir kurzfistig – nach eingehender Beratung mit dem Laufschuh-Händler meines Vertrauens – einen Winterreifen für die Füße gegönnt. Am Mittwoch gekauft und am Donnerstag zum erstenmal nach zwei Wochen wieder auf die Piste.

Die Wegeverhältnisse waren teilweise katastrophal, größtenteils aber halbwegs erträglich und dank der neuen Asics Trabuco doch einigermaßen flüssig laufbar. Die Erkältungs-Nachwirkungen machten sich durch eine gewisse Kurzatmigkeit bemerkbar, und ich war nach 8,5 km zwar müde, aber zufrieden im alten Jahr doch noch die Kurve gekriegt zu haben. Man gewöhnt sich viel zu schnell an die gemütliche Couch!

Wie sollte man ein neues Jahr besser beginnen als mit einem grandiosen 15-km-Lauf durch den Schnee? Die Wege gestern waren deutlich besser „gespurt“, meine „Form“ schon viel besser und die neuen Schuhe machen auf Schnee wirklich Spaß. Auch ohne Spikes. Ich bin begeistert!

Wenn das Jahr so  beginnt, kann es doch nur ein „gutes“ werden.
Auf gehts …

Weihnacht …

Nun hat es mich doch noch kurz vor Jahresende erwischt!

Eine heftige Erkältung hielt mich von sämtlichen läuferischen Aktivitäten ab. Ich hatte gerade Mühe, die letzten Arbeitstage durchzustehen und die nötigen Arbeiten soweit abzuschließen, dass ich nun – ruhigen Gewissens – wenigstens einige wenige Tage ausspannen kann.

Heute fühle ich mich zum erstenmal wieder so fit, um für die Nach-Weihnachtswoche den einen oder anderen kleinen Lauf einzuplanen. Wenn – ja wenn mir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht. Ja – ich weiß – vor kurzem schrieb ich noch darüber, dass frisch gefallener Schnee kein Problem sei. Dabei ging ich allerdings von den hier üblichen drei bis maximal fünf Zentimetern aus.

Am letzten Samstag dagegen stapfte ich durch jungfräuliche 30 cm Pulverschnee und hatte Mühe, „zu Fuß“ durchzukommen. Da ist an Laufen nun wirklich nicht zu denken. Für mich jeden falls nicht!

Inzwischen ist der Spuk weitestgehend getaut, aber gerade in diesem Moment haben wir wieder prächtigen Schneefall und es soll noch einiges dazukommen. Nun bin ich wieder soweit, und denke darüber nach, vielleicht doch für drei Monate in ein Studio zu gehen, und meine Einheiten auf dem Band zu absolvieren. Ach, ich weiß nicht …

 

Versöhnlicher Abschluss

Winterlaufserie Rheinzabern 10 km – die 50 Min. knapp verpasst, aber sehr zufrieden mit dem Verlauf.
Na bitte – so langsam gehts auch tempotechnisch wieder vorwärts. Der eine oder andere schnellere Trainingskilometer macht sich doch bezahlt, auch wenn an ein strukturiertes Tempotraining im Moment witterungsbedingt kaum zu denken ist. Dann halt immer mal wieder ein wenig schneller, dort wo es geht. Und „e bissl was geht immer!“

Der Winter hat uns im Griff, wobei ich in den letzten zwei Wochen einige sehr schone Schneeläufe absolvieren konnte. Mutterseelenalleine durch einsame, schneeüberzuckerte Weinberge. Solange es kalt bleibt, ist das bei den derzeit geringen Schneemengen auch kein Problem. Schwierig wird es, wenn’s tagsüber taut und nachts dann wieder gefriert. Das gibt einen sehr problematischen Laufuntergrund! Aber auf frischem Schnee läuft es sich prima – auch ohne spezielle Winterschuhe, Spikes und derlei Schnickschnack. Wobei ich mich durchaus mit dem Gedanken an einen griffigen Winterschuh befasse. Die IceBugs lösen ja wahre Begeisterungsstürme aus …

Die Planungen für nächstes Jahr schreiten fort.

  • der Trollinger im Mai ist so gut wie gebucht und vorher müssen noch einige Schmankerl untergebracht werden:
  • die Winterlaufserie in Rheinzabern wird natürlich durchgelaufen,
  • der Halbmarathon im Bienwald,
  • der zweite „Rockie-Mountain-Lauf“ 13 km auf den Donnersberg
  • und eine Woche später der erste Eisenberger Römerlauf. 25 km Berg und Tal. Ein perfektes Training für den Trollinger-Marathon.

Dazwischen und danach wollen einige (möglichst viele) Ü30er gelaufen werden und so sind die ersten 5 Monate schon ausgebucht. So schnell gehts …

Die Kalmit …

… ist immer noch so hoch wie letzes Jahr.

Der höchste Berg der Vorderpfalz und im Sommer wie im Winter ein beliebtes Ausflugsziel. Wohl auch deshalb, weil sich direkt unterhalb des Gipfels ein geräumiger Parkplatz findet. Somit können die Wochenends anreisenden Großstädter (MA-LU-KAs genannt) immerhin knappe 10 Minuten Frischluft tanken, bevor sie in die – ebenfalls oben befindliche – Wanderhütte einfallen und sich mit Pfälzer Spezialitäten für den „anstrengenden“ Rückweg stärken.

Natürlich geht es auch anders. Manche wandern tatsächlich von unten nach oben (sogar mit Umwegen), andere fahren mit dem Klapprad hoch und einmal im Jahr wird gelaufen. Und „do mache mer mit …“

Anstrengend, fordernd, müde machend, aber immer schön. 8,1 km, 500 m Höhenmeter nach oben. Da hat man(n) sich die abendliche Couch redlich verdient.

Wohl wissend, dass trotz kühler 8 °C viel Schweiß fließen würde, kam kurz vor dem Start doch noch das Kurzarm-Shirt zum Einsatz. Die „Knielangen“ hätte ich – wie letztes Jahr – ruhig auch gegen kürzere Hosen tauschen können.

Der Lauf war ok. Bemüht um einen langsamen Beginn auf den halbwegs flachen Anfangskilometern. Dann in den Wald und immer aufwärts. Die Strecke kenne ich ja inzwischen – ein vermeintliches Flachstück (nicht wirklich flach, wie sich beim Bergablaufen zeigte) bringt mich regelmäßig aus dem Tritt, genau wie die flachen 200 m über den Parkplatz kurz vor dem „Gipfelsturm“.

Eine knappe Minute langsamer als letztes Jahr – das passt. Aber ich bin durchgelaufen, habe noch gut ein Drittel der Läufer hinter mir gelassen und war zufrieden. Die Leistung so mancher Spezialisten nötigt mir mal wieder allergrößten Respeck ab, und auch vor solchen Könnern, die das als locker und flockig als Spaßlauf aufassen, kann ich nur den Hut lüpfen!

Insgeamt 681 „Ankommer“, mit einer Zeitspanne zwischen 0:31:42 und 1:16:05. Im Anschluss ein gemütlicher Trab wieder nach unten, 16 km gesamt und am folgenden Tag kurze 7 km im Wohlfühltempo.

Fortsetzung im nächsten Jahr …